Heinz Steinacher

Uralte Tradition,

schon vor 2500 Jahren prägte man im Indus-Tal Teige mit Modeln. Wenig später tauchen Gebäckmodel in Mesopotamien auf.
Bei den Römern wurde Modelgebäck ab dem 1.Jahrhundert nach Christus nachgewiesen.
Älteste erhaltene Model sind aus Stein und gebranntem Ton.
Seit Jahrhunderten werden sie jetzt überwiegend aus Birnbaum geschnitzt.(die billigeren werden dabei gefräst, oder gleich
in einer Art Kunstholz gegossen)

Bei den Motiven wurde dabei in einer bildarmen Zeit ein regelrechter "Gebäckjournalismus" betrieben.

Gemodelt wurden biblische Szenen, Jagdszenen, Wappen, Liebespaare, Hochzeitskutschen, schöne Damen,Musiker,
Wickelkinder, Handwerker, Tiere, Soldaten, Eisenbahnen bis zu Scherzbildern......usw.....
Noch im 19.Jhd. war die Fertigung eines Models Teil der Meisterprüfung des Konditors.

Schließlich wurde das "Springerle" auf die Vorweihnachtszeit reduziert, erlebt aber heutzutage wieder eine
wahre Renaissance.

Alte, wertvolle, handgeschnitzte Model werden gepflegt, geschätzt und vererbt.

Übrigens: es heißt der Model, nicht das Model !!